Häßliche Hessenwahl

Die bevorstehende Landtagswahl in Hessen ist nicht deswegen häßlich, weil sich die Berufspolitiker wieder einmal nach allen Regeln der Kunst “beharken”. - Das ist doch so normal wie ein Trainerwechsel bei Bayern München.

Sie ist deswegen häßlich, weil die Demagogen aller Couleur wieder einmal behaupten, “der Wähler” würde seine Stimme für einen oder eine der “Spitzenkandidaten/innen” der politischen Parteien abgeben.

Auch im Bundesland Hessen gilt das Bonner Grundgesetz. Deswegen gibt es nur eine legale Möglichkeit, das Amt des Ministerpräsidenten zu vergeben. Und das ist die öffentliche Stellenausschreibung.

Alles andere ist als “Ämterpatronage” nicht nur verfassungswidrig, “Ämterpatronage” ist als Untreue nach § 266 des Strafgesetzbuches strafbar.

Wie die entsprechende Stellenausschreibung aussehen müßte, entnehmen sie bitte dem folgenden PDF Dokument:

offentliche-auschreibungmphessen.pdf

Als Heinz Haber und Hoimar von Ditfurth noch die “Fernsehprofessoren der Nation” waren, konnte man sich wenigstens darauf verlassen, daß deren Sachverhaltsdarstellungen Hand und Fuß hatten.

Bei dem “Fernsehprofessor”, der uns die “Geschichte” näherbringen soll, habe ich da so meine Zweifel. - vor allem deswegen, weil der Tom Cruise und Joseph Goebbels in einen Topf wirft.  - Offenbar hat Guido Knopp noch nicht bemerkt, wie sehr Goebbels’ Jupp auch in seinem Gehirn herumspukt (inderholle.jpg). Dem “Geschichtspapst” des deutschen Fernsehens ist nicht einmal aufgefallen, daß seit Inkrafttreten des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland nicht eine einzige Präsidenten-, geschweige denn Kanzlerwahl, mit Artikel 33 des Grundgesetzes vereinbar war.

Ich sehe es ihm nicht nach, obwohl ich selbst, vom ersten Tage meines Studiums an gerechnet, rund 26 Jahre gebraucht habe, bis die Mauern der Propaganda in meinem Hirn zu bröckeln begannen. Bei jeder Wahl wurde nämlich mit Goebbelsscher Penetranz immer und immer wieder der Satz wiederholt:

“Um die höchsten Staatsämter bewirbt man sich nicht, man läßt sich dafür nominieren.”

Wie schrieb der berühmte Kinderbuchautor Janosch in seiner Erzählung “Guten Tag, kleines Schweinchen” so treffend:

“War gelogen, klar, wir wissen das!” 

Nur gut, daß wir als Inhaber der verfassungsgebenden Gewalt diesem Spuk der Parteien mit dem Federstrich einer Verfassung nach Artikel 146 des Grundgesetzes ein baldiges Ende bereiten können. Denn im “Nievenheimer Manifest” ist festgestellt, daß die verfassungsgebende Gewalt nach wie vor und unübertragbar in den Händen des Volkes liegt. Die in der o.g. Ausschreibung verwendete Definition des Begriffs “Politik” ist gewissermaßen der “Anchorman” für eine de constitutione ferenda zu bildende Exekutive.

 

 

 

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